Allgemeine Turnierbedingungen, Rahmenausschreibung und Platzregeln des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee e.V.

 

Teil A – Turnierbedingungen

 
Spielbedingungen
Gespielt wird nach den offiziellen Golfregeln (einschließlich Amateurstatut) des Deutschen Golf Verbandes e.V. (DGV), den in den Ausschreibungen genannten Turnierbedingungen, sowie den allgemeinen Turnierbedingungen und Platzregeln des GLCBW. Das Turnier wird auf Grundlage des EGA-Vorgabensystems ausgerichtet. Einsichtnahme in die DGV-Verbandsordnungen ist im Clubsekretariat möglich. Verweise auf Regeln beziehen sich, sofern nicht anders vermerkt, auf die jeweils gültigen offiziellen Golfregeln bzw. auf das Offizielle Handbuch zu den Golfregeln.
 
Änderungsvorbehalte der Spielleitung
Die Spielleitung hat in begründeten Fällen bis zum Start der ersten Spielergruppe das Recht, die Platzregeln abzuändern, die festgelegten Startzeiten zu ändern sowie die Ausschreibungsbedingungen abzuändern oder zusätzliche Bedingungen herauszugeben. Nach dem Start der ersten Spielergruppe sind Änderungen nur bei Vorliegen sehr außergewöhnlicher Umstände zulässig.
 
Spielgeschwindigkeit
Definition von „Position verloren“ (vgl. Regel 5.6):
 
Von der als erste startenden Gruppe wird angenommen, dass sie ihre „Position verloren“ hat, falls die addierte Zeit der Gruppe zu irgendeiner Zeit während der Runde die für die gespielten Löcher erlaubte Zeit überschreitet. Von jeder folgenden Gruppe wird angenommen, dass sie ihre „Position verloren“ hat, wenn sie die Zeit eines Startintervalls verloren hat, hinter der Vordergruppe zurückliegt und die für die gespielten Löcher erlaubte Zeit überschritten hat.
 
Verfahren, wenn eine Gruppe die Position verloren hat:              
 
a) Die Spielleitung wird die Spielgeschwindigkeit beobachten und entscheiden, ob die Zeit einer Gruppe gemessen wird, die ihre Position verloren hat. Es wird geprüft, ob es aktuell mildernde Umstände gibt, zum Beispiel ein länger dauernder Regelfall, ein verlorener Ball, ein unspielbarer Ball usw.
 
Wird die Zeit der Spieler gemessen, erfolgt die Zeitnahme für jeden Spieler der Gruppe einzeln und durch die Spielleitung wird jedem Spieler mitgeteilt, dass er seine Position verloren hat und seine Zeit gemessen wird. In besonderen Fällen darf auch nur die Zeit eines einzelnen Spielers oder von zwei Spielern in einer Gruppe von drei Spielern gemessen werden.
 
b) Die für jeden Schlag erlaubte Höchstzeit ist 40 Sekunden.10 weitere Sekunden werden dem Spieler zugestanden, der zuerst
 
a) einen Abschlag auf einem Par 3 Loch,
b) einen Schlag zum Grün oder
c) einen Chip oder Putt spielt.
 
Die Zeitnahme beginnt, sobald ein Spieler ausreichend Zeit hatte, seinen Ball zu erreichen, er mit dem Spiel an der Reihe ist und ohne Behinderung oder Ablenkung spielen kann. Die Zeit zum Bestimmen der Entfernung und zur Wahl eines Schlägers zählt als Zeit, die für den nächsten Schlag benötigt wird.
 
Auf dem Grün beginnt die Zeitnahme, sobald der Spieler genügend Zeit hatte, den Ball aufzunehmen, zu reinigen und zurückzulegen, Beschädigungen auszubessern, die seine Spiellinie behindern und lose hinderliche Naturstoffe in der Spiellinie zu entfernen. Zeit zum Betrachten der Spiellinie von einer Stelle hinter dem Loch und/oder hinter dem Ball zählt als Zeit, die für den nächsten Schlag benötigt wird. Die Zeitnahme beginnt in dem Augenblick, in dem die Spielleitung entscheidet, dass der Spieler an der Reihe ist und ohne Behinderung oder Ablenkung spielen kann. Die Zeitnahme endet, wenn eine Gruppe wieder in Position ist und dies den Spielern entsprechend mitgeteilt wird.
 
Strafe für Verstoß:          
 
1. Verstoß:          Verwarnung
2. Verstoß:          ein Strafschlag
3. Verstoß:          Grundstrafe
4. Verstoß:          Disqualifikation
 
Ready Golf
Im Zählspiel sollte „Ready Golf“ gespielt werden. Dies muss stets auf sichere und verantwortungsbewusste Art und Weise erfolgen. Spielen Sie, wenn Sie bereit sind – Sie müssen nicht warten, bis der am weitesten entfernte Ball gespielt wurde. Spielen Sie z.B. „Ready Golf“ wenn
 
– der weiter entfernte Spieler über einen schwierigen Schlag nachdenkt,
– ein Spieler mit längeren Schlägen wartet, bis das Grün frei wird,
– auf dem Abschlag der Spieler mit der Ehre noch nicht bereit ist,
– Sie helfen, nach einem verlorenen Ball zu suchen.
 
Sie können von der Spielleitung zu „Ready Golf“ aufgefordert werden, wenn Ihre Gruppe in Rückstand gerät. Sofern es möglich ist, machen Sie andere Spieler in der Gruppe darauf aufmerksam, dass Sie zuerst spielen.
 
Aussetzung des Spiels wegen Gefahr
Eine Spielunterbrechung in einer gefährlichen Situation wird durch einen langen Signalton bekannt gegeben. Alle anderen Unterbrechungen werden durch drei kurze Signaltöne bekannt gegeben. In beiden Fällen wird die Wiederaufnahme des Spiels durch zwei wiederholte Signaltöne bekannt gegeben (siehe Regel 5.7b).
 
Strafe für Verstoß:
 
Disqualifikation
 
Anmerkung: Unabhängig hiervon obliegt die Spielunterbrechung bei Blitzgefahr der Eigenverantwortung des Spielers (vgl. Regel 5.7a).
 
Dopingverbot
Es besteht Dopingverbot. Das Nähere, insbesondere den Dopingbegriff und mögliche Sanktionen im Falle eines Verstoßes, regelt die die Anti-Doping-Ordnung des DGV.
 
Verstoß gegen Verhaltensvorschriften
Sanktionen während des Turniers durch die Spielleitung (Ergänzung zu Regel 1.2a): Ein Fehlverhalten bzw. ein schwerwiegendes Fehlverhalten liegt vor, wenn gegen traditionell herausgebildete und allgemein anerkannte Verhaltensregeln beim Golfsport nachhaltig verstoßen wird.
 
Als Fehlverhalten kann insbesondere angesehen werden:
 
– einen Schläger zu werfen
– einen anderen Spieler während des Schlags durch Unachtsamkeit abzulenken
– einen Schläger aus Ärger in den Boden zu schlagen bzw. den Schläger oder  
– Einrichtungen des Platzes zu beschädigen
– Pitchmarken nicht auszubessern, Bunker nicht zu harken oder Divots nicht zurückzulegen
– mit dem Trolley zwischen Grün und daran angrenzendem Bunker hindurchzufahren bzw. über das Vorgrün zu fahren
 
Strafe für Verstoß:         
 
1. Verstoß:           1 Strafschlag
2. Verstoß:          Grundstrafe
3. Verstoß:          Disqualifikation
 
Als schwerwiegendes Fehlverhalten kann insbesondere angesehen werden:
 
– Personen zu gefährden oder zu verletzen
– einen Schläger in Richtung einer anderen Person zu werfen
– wiederholte Verwendung vulgärer oder beleidigender Ausdrücke oder Gesten
– einen anderen Spieler absichtlich während seines Schlags abzulenken
– Abschlagmarkierungen oder Auspfähle zu versetzen
– absichtlich ein Grün erheblich zu beschädigen
 
Strafe für Verstoß:          
 
Disqualifikation
 
Die Strafe für ein schwerwiegendes Fehlverhalten wird ggf. auch nach dem Turnier von der Spielleitung verhängt.
 
 

Teil B – Rahmenausschreibung

 
Abschläge
Sofern die Turnierausschreibung keine Angabe zu den Abschlägen enthält, wird von den roten (Damen) bzw. gelben (Herren) Abschlägen gespielt.
 
Meldungen
Meldungen zu Turnieren können durch Eintragung auf der entsprechenden Meldeliste im Clubhaus, per Telefon, Telefax, E-Mail sowie über die GLCBW-Internetseite www.wannsee.de erfolgen.
 
Meldeschluss und Absagen
Bei Absagen nach Meldeschluss, der den jeweiligen Turnierausschreibungen zu entnehmen ist, besteht die Verpflichtung zur Zahlung der Meldegebühr. Dies gilt auch, wenn ein Spieler ohne Abmeldung dem Turnier oder einzelnen Runden fernbleibt. Turniere mit kostenpflichtiger Abendveranstaltung sind hiervon nicht ausgenommen. Die Spielleitung ist zudem berechtigt, die Teilnahme am Turnier zu verweigern, sofern die Meldegebühr für das Turnier nicht oder nicht vollständig entrichtet ist.
 
Mindesteilnehmerzahl
Eine Turnierabsage aufgrund einer geringen Beteiligung bleibt vorbehalten.
 
Startzeiten
Startzeiten werden gemäß jeweiliger Turnierausschreibung im Clubhaus am Turnierboard sowie auf der Internetseite des GLCBW veröffentlicht. Ist dem Club die Mobilfunknummer bekannt, wird an den jeweiligen Turnierteilnehmer eine SMS mit der Startzeit und den Namen des/der Spielpartner versandt.
 
Stechen
Sofern in der Turnierausschreibung kein anderweitiger Stechmodus angewendet wird, gilt: bei gleichen Ergebnissen entscheiden (Netto unter Anrechnung der anteiligen Vorgabe) eine Auswahl von Löchern nach dem Schwierigkeitsgrad. Zuerst werden die neun Löcher mit den Vorgabenverteilungsschlüsseln 1, 18, 3, 16, 5, 14, 7, 12 und 9 ausgewählt. Sind die Ergebnisse dann noch gleich, entscheiden die sechs Löcher mit den Vorgabenverteilungsschlüsseln 1, 18, 3, 16, 5, 14, dann drei Löcher mit den Vorgabenverteilungsschlüsseln 1, 18, 3 und bei erneuter Gleichheit am Ende das Loch mit der Vorgabenverteilung 1. Besteht auch dann noch ein Gleichstand, entscheidet das Los.
 
Zählkarten
Die Zählkarte ist sofort nach Spielende im Clubsekretariat zurückzugeben. Die Zählkarte gilt als abgegeben, wenn der Spieler das Foyer vor dem Clubsekretariat verlassen hat.
 
Preise und Wertungen
Sofern die Turnierausschreibung keine anderen Angaben enthält, gilt der Doppelpreisausschluss (Brutto vor Netto).
 
Datenschutz
Der Spieler erklärt sich mit der Anmeldung zum Turnier mit der Verwendung seiner personenbezogenen Daten (u.a. Vorname, Name, EGA-Vorgabe, Name des Heimatclubs) zur Erstellung und Veröffentlichung von Melde-, Start- und Ergebnislisten in den GLCBW-Medien sowie mit der Verwendung von Ton- und Bildaufnahmen, die während oder nach dem Turnier im Zusammenhang mit dem Turnier zur Veröffentlichung aufgenommen wurden, einverstanden.
 
 

Teil C – Platzregeln

 
Aus
Aus wird durch weiße Pfähle, Zäune oder Mauern gekennzeichnet. Sofern weiße Linien die Platzgrenze kennzeichnen, haben diese Vorrang. Alle Zäune, die den Platz begrenzen, einschließlich des Driving-Range-Zauns, sind Ausgrenzen (Regel 18.2).
 
Spielverbotszonen
Spielverbotszonen sind durch Pfähle mit grünen Köpfen gekennzeichnet. Das Spielen daraus ist verboten. Ein Spielen daraus kann als schwerwiegendes Fehlverhalten unter Verstoß gegen Regel 1.2 angesehen werden. Ein Spieler muss Erleichterung nach einer anwendbaren Regel (16 oder 17) in Anspruch nehmen. Liegt der Ball im Gelände und der Stand oder Schwung des Spielers ist durch eine Spielverbotszone behindert, muss der Spieler straflose Erleichterung innerhalb einer Schlägerlänge vom nächstgelegenen Punkt vollständiger Erleichterung in Anspruch nehmen (Regel 2.4).
 
Penalty Areas
Penalty Areas sind durch gelbe und rote Pfähle gekennzeichnet (Regel 17). Die Penalty Area auf Bahn 8 des 9-Loch-Platzes gilt ausschließlich für das Spiel auf dieser Bahn.
 
Ungewöhnliche Platzverhältnisse (Boden in Ausbesserung, unbewegliche Hemmnisse)

  • a) Boden in Ausbesserung ist durch weiße Einkreisungen und/oder blaue Pfähle gekennzeichnet. Ist beides vorhanden, gilt die Linie (Regel 16.1).
  • b) Erleichterung wird nicht gewährt, wenn lediglich der Stand durch ein Loch, Aufgeworfenes oder den Laufweg eines Tiers behindert ist.
  • c) Auch ohne Kennzeichnung ist folgendes Boden in Ausbesserung: frisch verlegte Soden sowie mit Kies gefüllte Drainagegräben.
  • d) Mit Pfählen, Manschetten, Bändern oder Seilen gekennzeichnete Anpflanzungen sind ungewöhnliche Platzverhältnisse.

Strafe bei Verstoß gegen eine Platzregel
Zählspiel = 2 Strafschläge
Lochspiel = Lochverlust

Sonstige Hinweise
Entfernungsmarkierungen (Sprinklerdeckel und Entfernungspfähle) gelten bis Anfang Grün:
3 Ringe = 200 m
2 Ringe = 150 m
1 Ring = 100 m
kein Ring = 50m
 
Die Entfernungsangaben auf den Abschlagstafeln gelten bis Mitte Grün.
 
Bedeutung der Fahnenposition:
weiß = hinten
gelb = mittig
rot = vorne
 
Turnierbedingungen und Rahmenausschreibung als pdf (Download)
Platzregeln als pdf-Datei (Download)
 
(Änderungen vorbehalten. Stand: Juni 2019)